Das Dorf

Makaani liegt im Osten von Kenia im Kitui County, ca. 200 km von Nairobi entfernt in der semi-ariden Klimazone. Die Häuser der typischen Streusiedlung sind über viele Hügel verteilt, die zum Teil nur über steile, ausgewaschene Wege erreicht werden können.

In rund 90 Haushalten leben an die 400 Personen. Exakte Zahlen über die Familienzusammensetzung sind nicht vorhanden. Die Familien haben zwischen einem und fünf Kindern. 

51 Familien bezeichnet der Dorfchef als arm, dh sie leben unter der internationalen Armutsgrenze von ca. 2 $ pro Tag. 

In 31 Familien arbeitet jemand ausserhalb des Dorfes, oft in einer grösseren Stadt. 8 Personen sind über 70-Jährig. Seit kurzem erhalten sie eine monatliche Rente von umgerechnet 40 Franken. 

Alle Einwohner bewirtschaften meist kleine Farmen; sie bauen vor allem Mais und Bohnen für den Selbstbedarf an. Je nach Ertrag verkaufen sie ab und zu etwas von ihrer Ernte auf dem Markt. 

Die Menschen haben in der Regel genügend zu essen. Wenn der Regen ausbleibt, wird die Situation jedoch rasch prekär, und Menschen und Tiere hungern. 

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Oft reicht das Einkommen nicht aus, um regelmässig das Schulgeld für alle Kinder, die Schuluniformen oder
ausserordentliche Ausgaben, wie zum Beispiel Krankheitskosten, zu bezahlen. Zahlreiche Männer haben ihre Familien verlassen; sie arbeiten in Nairobi in schlecht bezahlten Jobs und gründen nicht selten eine neue
Familie. Geld schicken sie nur unregelmässig oder gar nicht ins Dorf. Auch in Makaani hat Aids viele Familien zerstört. Die verwaisten Kinder werden von Verwandten, meist den Grosseltern, aufgenommen.

Ca. 10 Familien mangelt es an allem. Sie haben keine Verwandten, die sie unterstützen, und sehr wenig Land.
Ab und zu erhalten sie kleine Zuwendungen aus der Gemeinde – Lebensmittel oder abgetragene Kleider, ohne die sie nicht überleben könnten. Von der absoluten Armut betroffen sind Witwen mit Kindern und Grosseltern, die für ihre verwaisten Enkel verantwortlich sind.

Mango- und Papayabäume gedeihen reichlich. Die Früchte können im nächsten Ort verkauft werden. Für die Kinder ist der Schulweg während dieser Zeit ein Fest. Viele Bäume sind jedoch von einem Schädling befallen, der die Früchte ungeniessbar macht.

Durch das Dorf führt eine neue Stromleitung. Die Anschlussgebühren sind jedoch so hoch, dass sie sich erst wenige Haushalte und kaum ein Geschäft leisten können. Noch immer werden die schädlichen Kerosen-Lampen verwendet. Gekocht wird allgemein auf dem offenen Holzfeuer. Atemwegserkrankungen sind die häufigste Krankheitsursache von Kindern und Erwachsenen.

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Die Strasse zwischen den Dörfern und in den Provinzhauptort ist nicht geteert, voller Schlaglöcher und in der Regenzeit kaum befahrbar. Am Morgen fährt ein Bus nach Nairobi; am Abend kommt er zurück. Für die 150 km lange Strecke benötigt er 6 Stunden. Tagsüber gibt es Motorradtaxis. Die Transportkosten sind in Relation zu den Einkommen sehr hoch; die meisten BewohnerInnen von Makaani sind zu Fuss unterwegs.

 

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zuletzt aktualisiert am 3. Juli 2020